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Die UFC kehrt am Samstag, den 5. September, nach Paris zurück – mit einer Card, die sich für Dichte statt für ein einziges glanzvolles Aushängeschild entschieden hat. In der Accor Arena gibt Salahdine Parnasse gegen Dan Hooker im Hauptkampf sein Debüt in der Organisation, während mehrere bereits etablierte oder gerade erst hinzugekommene Franzosen eine seltene Gelegenheit bekommen werden, sich vor ihrem heimischen Publikum zu zeigen. Laut der jüngsten Präsentation wird der Abend vierzehn Kämpfe umfassen, mit einer ausreichend großen französischen Delegation, um der Veranstaltung eine sehr lokale Note zu verleihen.
Parnasse betritt die große Bühne direkt durch das Haupttor
Die Entscheidung, Salahdine Parnasse an die Spitze der Card zu setzen, sagt viel über seinen Status in Frankreich aus.
Die Entscheidung, Salahdine Parnasse an die Spitze der Card zu setzen, sagt viel über seinen Status in Frankreich aus. Der ehemalige KSW-Champion wurde nicht eingeladen, sich unauffällig irgendwo auf der Preliminary Card einzugewöhnen. Er beginnt gegen Dan Hooker, einen bei den Leichtgewichten gerankten Veteranen, in einem Kampf, der ihn sofort dem hohen Anspruchsniveau der UFC aussetzen wird.
Das ist kein Geschenk, passt aber zu seinem Profil. Parnasse kommt mit einem außerhalb der amerikanischen Organisation aufgebauten Ruf, anerkannter Vielseitigkeit und einer bereits starken Fanbasis. Hooker wiederum kennt lange Kämpfe, Tempowechsel und Abende, an denen der Gegner den Schwung der Halle auf seiner Seite hat. Das Duell wird schnell zeigen, ob der Franzose seine europäische Bekanntheit in weltweite Glaubwürdigkeit umwandeln kann.
Eine französische Card, aber kein Galaabend
Das Interesse an dieser fünften Pariser Ausgabe liegt auch im restlichen Programm. Farès Ziam und Axel Sola werden bei den Leichtgewichten in einem rein französischen Duell aufeinandertreffen. Oumar Sy, Morgan Charrière, Nora Cornolle, Matthieu Duclos, Delphine Benouaich und Michael Aljarouj gehören den verfügbaren Ankündigungen zufolge ebenfalls zu den mit dem Abend verbundenen Namen. Für einige wird es darum gehen, zurückzukommen. Für andere wird es darum gehen, in einer Organisation, die unsauberen Debüts nur selten verzeiht, einen gelungenen ersten Eindruck zu hinterlassen.
Die französische Präsenz garantiert selbstverständlich nichts. Zu Hause zu kämpfen kann helfen, wenn die Halle antreibt, aber auch den Druck verstärken. In Paris kann die Atmosphäre schnell hochkochen; man darf nur nicht ebenso sehr gegen das Publikum wie gegen den Gegner kämpfen. Die Franzosen müssen vor allem die Anfangsphasen kontrollieren, übermäßige Hast vermeiden und akzeptieren, dass die Veranstaltung nicht in dem Moment gewonnen wird, in dem sie das Oktagon betreten.
Erweiterte Übertragung und Bedeutung der Sichtbarkeit
Der Abend profitiert von einer für das französische MMA ungewöhnlichen Aufmerksamkeit. RMC Sport übernimmt die Übertragung in Frankreich, wobei ein Teil der Berichterstattung auf seinen digitalen Plattformen angekündigt wurde; die wichtigsten Kämpfe sollen den rund um die Veranstaltung veröffentlichten Informationen zufolge anschließend ebenfalls unverschlüsselt auf RMC Découverte zugänglich sein. Dieses Detail ist wichtig: UFC Paris ist nicht mehr nur ein Termin für ein spezialisiertes Publikum, sondern ein Sportprodukt, das die Sender einem breiteren Publikum öffnen wollen.
Für die UFC bleibt Frankreich ein junger, aber bereits viel beachteter Markt. Seit der Legalisierung von MMA hat Paris schnell seinen Platz im Kalender gefunden. Diese Ausgabe wird die Tiefe des französischen Talentpools abseits der bekanntesten Köpfe testen, die auf der Card fehlen.
Ein Abend, um die Ambitionen zu ordnen
Die Gefahr wäre, jeden französischen Kampf in ein nationales Referendum zu verwandeln. Die Realität wird einfacher und härter sein: Jeder Athlet muss seinen eigenen Kampf in seiner Gewichtsklasse und unter seinen jeweiligen Bedingungen gewinnen. Parnasse wird die Aufmerksamkeit bündeln, doch auch Ziam, Sola, Charrière oder Sy können gestärkt aus dem Abend hervorgehen, wenn die Art und Weise das Ergebnis begleitet.
Am Samstag wird die Accor Arena nicht nur zeigen, ob Paris MMA noch immer liebt. Sie wird zeigen, welche Franzosen bereit sind, diese Begeisterung in eine nachhaltige sportliche Entwicklung umzuwandeln.

